Mein Dogma

Ich erlege mir ein Dogma auf. Nichts davon ist neu.

Ich merke, dass ich eine neue Schärfe und Konzentration erlangt habe. Ich beschäftige mich mit meinen Umgang mit der Welt, mit den Menschen, anderen Tieren und ihren Lebensweisen und Empfindungen.

Ich empfinde eine Schärfe mir und anderen gegenüber, einen schärferen Ton in meinen Gedanken, der angesichts der Lage der Welt – meinem Gefühl nach – angemessen ist.

Wonach kann man sonst gehen? Nur seinem Gefühl und den Fakten nach, bzw. was man für Fakt hält.

Ich empfinde eine Konzentration auf den Moment. Kurze Momente der Erfüllung und Zufriedenheit. Mit meiner Familie. Eine Konzentration meiner Interessen und meiner Kraft.

Dies drängt mich nun dazu, mir selbst Regeln zu geben, nach denen ich handeln und wirken möchte. Das geht gut ohne Glauben an eine wie auch immer geartete, höhere Macht.

Ethik ≠ Religion

Wir müssen gute Vorfahren sein.

Wir müssen über das hinauswachsen, was wir von Natur aus lediglich sind: Hyperaggressive Primaten.

Wir müssen eine bessere Existenzform finden und ein besserer Partner für unsere Flora und Fauna sein.

Das nennt sich wohl Humanismus, ich mag Kant und Kaizen.

Mein Bestreben soll es von nun an sein, im Rahmen meiner Möglichkeiten, egal wie klein diese sein mögen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Bei allem Aufwand von Lebenszeit und den Ressourcen, die ich nutze, muss ich das Wirken meines Handelns stets bedenken und zum Progressiven ausrichten.

Ich will weiterhin an meiner eigenen Verbesserung arbeiten und den Wandel der Zeit und der Dinge, mit offenen Armen und Augen begegnen.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Embrace the change. Be the change you want to see. Und so weiter.

Wir müssen Rennen, um nicht stehen zu bleiben.

Und lieber laufe ich voran und ebne den Weg für meine Kinder, als auf ihr (und unser aller) Scheitern zu warten.